Smaragdgrünes Wasser und Alligator-Häppchen: Unser Aufenthalt in St.Andrews
Aktualisiert: 10. Sept.
22. – 26. Juni, 2025
📍Ort: Panama Beach, Florida 🏕️Campingplatz: St. Andrews State Park

Wir wählten die längere, aber unendlich malerischere Route in Richtung Panama City Beach, und das zahlte sich sofort aus. Der Highway 27 ging bald in den Highway 98 über, und plötzlich befanden wir uns direkt an der Küste. Wir fuhren fast den gesamten Rest des Weges am Wasser entlang, vorbei an charmanten Küstenstädten und Reihen von niedlichen kleinen Häusern, die hoch auf Stelzen gebaut waren. Das ist ein cleverer architektonischer Trick, um mögliche Überschwemmungen und Hurrikans zu überstehen, mit dem zusätzlichen Bonus, dass er gleichzeitig als riesiger Carport dient, um Fahrzeuge oder Anhänger darunter zu parken!
Die Buchungs-Lotterie & Die Millimeterarbeit
Wir hatten den St. Andrews State Park schon eine Weile im Visier. Unser Freund Robin (vielen Dank für all deine wertvollen Tipps!) hatte ihn uns wegen seiner unberührten Strände und budgetfreundlichen Preise wärmstens empfohlen. Er hatte absolut recht: Er bietet die Standardpreise eines State Parks, ist aber mit den Annehmlichkeiten eines privaten Campingplatzes ausgestattet, einschliesslich des heiss begehrten Abwasseranschlusses (Sewer Hookup)! Dazu ein 25-minütiger Spaziergang zum Strand, ein herrlicher Blick auf die Bucht und absolute Ruhe – im Grunde ist es das Paradies.
Natürlich ist das Paradies beliebt. Sich hier einen Platz zu sichern, erfordert einen schwarzen Gürtel im Aktualisieren von Websites; sie sind fast immer restlos ausgebucht. Nach ständigem Nachschauen ergatterten wir schliesslich ein Zeitfenster von zwei Nächten, das in unseren Zeitplan passte. Ein paar Tage später geschah etwas Wunderbares: Wir stellten fest, dass genau derselbe Platz für die nächsten beiden Nächte frei geworden war. Vier Nächte in St. Andrews? Ja, bitte.
Es gab nur einen winzigen Haken. Der Platz, den wir gebucht hatten, war für Wohnwagen bis zu 25 Fuss Länge ausgelegt. Minnie ist 28 Fuss lang. Am Telefon wurde uns versichert, dass wir das schon hinkriegen würden, aber als wir den Platz persönlich sahen, stieg unser Puls definitiv an. Hier kam Alex ins Spiel. Er mass jeden Winkel akribisch aus und parkte Minnie und dann unseren Truck, Fercho, souverän rückwärts genau auf den vorgesehenen Platz. Langsam aber sicher wird unser kleines Team bei dieser Campingplatz-Akrobatik immer schneller. Routine ist eine wunderbare Sache.
TAKTIKEN FÜR UNTERWEGS: ➡️Kennt den wahren Platzbedarf eures Gespanns: Ein 25-Fuss-Limit bedeutet nicht immer das absolute Aus. Oft gibt es hinten einen Überhang, sodass die Stossstange des Trailers über dem Gras oder Schotter schweben kann. ➡️Ruft vorher an: Wenn ihr das Längenlimit überschreitet, ruft vor der Buchung bei der Rangerstation an. Sie kennen das genaue Layout der Bäume und können euch sagen, ob euer spezifisches Gespann tatsächlich hineinpasst. ➡️Zweimal messen, einmal rückwärtsfahren: Wenn der Spielraum eng ist, steigt aus dem Truck, benutzt wenn nötig ein Massband und verlasst euch stark auf euren Einweiser!

Zeitreisen & Tropische Wunder
Bei unserer Ankunft waren wir angenehm überrascht, als wir feststellten, dass wir eine Zeitzonengrenze überschritten hatten! Wir hatten offiziell die Eastern Time Zone in Richtung Central Time verlassen und so auf magische Weise eine zusätzliche Stunde für unseren Tag gewonnen.
Wir begannen den nächsten Morgen mit unserer üblichen Yoga- und Fitnessroutine, bevor wir zum Strand fuhren. Lasst euch sagen: Die Internetfotos lügen nicht. Es ist wohl der atemberaubendste Strand, den wir je gesehen haben – puderweisser Sand, der mit kristallklarem, türkisblauem Wasser verschmilzt. Wir nahmen den langen Weg zurück und spazierten den gesamten Bogen der paradiesischen Halbinsel ab. Über uns bot der Himmel mit einem seltenen Phänomen namens "Irisierende Wolken" eine regelrechte Show – ein surrealer, regenbogenfarbener Heiligenschein, der durch ein Loch in den Wolken brach. So etwas hatten wir noch nie gesehen.


Der einzige Nachteil? In unserer Euphorie über das smaragdgrüne Wasser und die Regenbögen vergassen wir die sengende Sonne Floridas völlig. Wir kehrten mit einem ordentlichen Sonnenbrand zum RV zurück. Nun ja, wir nennen es einfach die erste Schicht unserer zukünftigen Roadtrip-Bräune. 😉 Wir verbrachten den Abend damit, unsere Haut zu pflegen, frische Salate zuzubereiten und draussen Würstchen zu grillen.
Alligator-Häppchen & Offizielle Dokumente
Der Dienstag begann mit einer Joggingrunde durch den State Park und am Strand entlang, und wir belohnten uns mit einem morgendlichen Schwimmen (das Meer ist früh am Tag noch herrlich erfrischend, verwandelt sich aber am Nachmittag in einen warmen Whirlpool). Danach fuhren wir nach Panama City Beach, um ein paar Besorgungen zu machen und zu Mittag zu essen. Das Shopping war ein Erfolg – neue Bikinis, Shorts und ein paar Florida-Souvenirs erbeutet! Zum Mittagessen besuchten wir Sharky's und gönnten uns eine riesige Meeresfrüchteplatte (teilweise frittiert, denn das ist der amerikanische Weg), eine Vorspeise aus Alligatorfleisch sowie gefrorene Piña Coladas und Margaritas gegen die Hitze.

Am Mittwoch waren wir offiziell in eine süsse, langsame Routine verfallen: morgendliches Yoga, die Buchung unserer kommenden RV-Parks und Strandbesuche. Aber der Nachmittag brachte einen massiven Meilenstein: Unsere Nummernschilder und Zulassungspapiere für den Truck und den Trailer kamen endlich an! Es ist offiziell. Wir sind jetzt legale Montaner. Nun, wenn schon nicht wir, dann zumindest Minnie und Fercho!


Um nicht zu sehr in eine Routine zu verfallen, machten wir uns am Donnerstag wieder auf den Weg. Wir verabschiedeten uns vom Bundesstaat Florida und machten uns auf den Weg durch Alabama nach Louisiana, um New Orleans zu erkunden!
















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