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3 Tage in New Orleans mit uns

27. Juni
6 Min. Lesezeit
  1. Juni 1. Juli, 2025

📍Ort: New Orleans, Louisiana 🏕️Campingplatz: KOA New Orleans


Wunderschönes Wandgemälde in New Orleans, Louisiana
Wunderschönes Wandgemälde in New Orleans, Louisiana

Willkommen in NOLA – kurz für New Orleans, Louisiana, auch bekannt als „The Big Easy“, was wiederum für südländische Gelassenheit steht. Und das können wir absolut bestätigen! Sobald man die Stadt betritt, taucht man ein in eine farbenfrohe, lebhafte Welt voller Jazz, südstaatlicher Küche, Cocktails zu jeder Tageszeit und einer wahren Feier des Lebens. Strassenkünstler, ob jung oder alt, Amateur oder Profi, packen ihre Instrumente aus und teilen ihre Kunst mit den Touristenströmen. Es gibt keine andere Stadt wie New Orleans, und sie ist ein absolutes Muss für jeden Besucher!


New Orleans besticht durch sein ganz eigenes Flair und den wunderbaren Mix der Kulturen, die hier am Mississippi, dem längsten Fluss Nordamerikas, aufeinandertreffen. An sieben Tagen in der Woche ist für jeden etwas dabei: unzählige Bars, Clubs, Museen und endlose Shopping-Möglichkeiten, gepaart mit den kulinarischen und historischen Erben aus der Zeit der französischen, spanischen und afrikanischen Besiedlung.


Die Stadt feiert durchschnittlich rund 400 Feste pro Jahr. Eines der bekanntesten ist der Mardi Gras (ein Maskenkarneval, der unserer Schweizer Fasnacht sehr ähnlich ist!), der etwa anderthalb Monate lang von Februar bis März dauert. Mardi Gras bedeutet „Fetter Dienstag“, der Tag vor Aschermittwoch, an dem die Menschen ein letztes Mal üppig und fettig essen, bevor die österliche Fastenzeit beginnt.



In New Orleans gibt es Souvenirs aller Art
In New Orleans gibt es Souvenirs aller Art

Tag 1 – Erste Eindrücke und das Garden District

Weer wie wir zum ersten Mal in New Orleans ist, dem empfehlen wir wärmstens ein Drei-Tages-Ticket für den HoHo (Hop-on-Hop-off) Bus. Es hat sich als die absolut beste Möglichkeit erwiesen, alle Hotspots der Stadt zu erkunden, etwas über die Geschichte zu erfahren und bequem zwischen den berühmten Stadtvierteln hin- und herzufahren.


Meistens wird einem geraten, den Tag im Café du Monde zu beginnen, das für seine legendären Beignets und seinen Kaffee bekannt ist. Ja, es ist unglaublich beliebt, und die Schlange, um einen Tisch zu ergattern, ist meist wahnsinnig lang. Aber für einen ersten Eindruck? Das ist es absolut wert! Um die riesige Schlange zu vermeiden, haben wir uns einfach unseren Eiskaffee und unsere Beignets zum Mitnehmen geholt und ein kleines Frühstück genossen, während wir auf unseren HoHo-Bus gewartet haben.


Die Beignets vom Café du Monde sind wirklich köstlich
Die Beignets vom Café du Monde sind wirklich köstlich

Unser erster grosser Stopp war höchst ungewöhnlich und wohl einer der gruseligsten Ausflüge überhaupt: ein Rundgang über den St. Louis Cemetery No. 1. Der Friedhof hier unterscheidet sich völlig von dem, was wir gewohnt sind. Da New Orleans etwa 6 Meter unter dem Meeresspiegel liegt, befinden sich alle Gräber in oberirdischen Grabstätten, um die Verstorbenen vor Überschwemmungen zu schützen. Man findet hier grosse Familien- und Gemeinschaftsgräber aus dem 18. Jahrhundert (in denen unbekannte Musiker, Militärangehörige und frühe europäische Einwanderer ruhen) direkt neben modernen Grabstätten. Das wohl berühmteste Grabmal hier ist eine grosse Pyramide, die der Schauspieler Nicolas Cage für seine eigene Bestattung erworben hat – obwohl sie aufgrund ihrer ungewöhnlichen Form gelegentlich vom Blitz getroffen wird!


Unsere Reiseleiterin selbst wirkte unglaublich mystisch. Mit ihrer dunklen Haut und den strahlend blauen Augen verkörperte sie auf wunderschöne Weise die kreolische Kultur, die New Orleans ebenso geprägt hat wie die französische. Sie erzählte faszinierende Geschichten über Voodoo und seine Anhänger, wie die berühmte Marie Laveau, die ebenfalls auf dem St. Louis Cemetery No. 1 begraben liegt. Voodoo spielt bis heute eine wichtige Rolle in der Kultur der Stadt und war hier vor 300 Jahren die bedeutendste Religion. Noch immer besuchen Menschen Laveaus Grab, um Opfergaben – wie Münzen, Kerzen und Mardi-Gras-Perlenketten – niederzulegen, in der Hoffnung, dass sie ihnen einen Gefallen gewährt.



Bei der Buchung eines dreitägigen Hop-on-Hop-off-Tickets sind in der Regel zwei zusätzliche Stadtführungen durch die berühmtesten Stadtteile enthalten: das French Quarter und der Garden District. Für unseren ersten Tag entschieden wir uns für den Garden District.


Der Bus hält mehrmals entlang der Magazine Street, die voller wunderschöner Kunstgalerien, Modeboutiquen, Souvenirläden und fantastischer Restaurants ist. Wir wählten ein Restaurant für das Mittagessen auf Empfehlung unseres Busfahrers aus und haben es nicht bereut. Im Joey K’s Restaurant & Bar bekommt man alle traditionellen Gerichte aus Louisiana zu einem sehr günstigen Preis. Wir bestellten Po-Boys (ein klassisches Sandwich, das ursprünglich als günstige, herzhafte Mahlzeit für die „Poor Boys“ der Arbeiterklasse zubereitet wurde), dazu rote Bohnen mit Reis und Jambalaya (ein reich gewürztes kreolisches Reisgericht).


Und natürlich darf zu keinem Gericht ein Cocktail fehlen! In New Orleans ist das Trinken tagsüber weit verbreitet und völlig erlaubt: überall, jeden Tag und in jeder Form. Viele Bars servieren Getränke in Plastikbechern („Go-Cups“), damit man seinen Drink ganz einfach mit auf die Strasse nehmen kann. Wir haben gehört, dass der allererste Cocktail, wie wir ihn heute kennen, genau hier in New Orleans erfunden wurde – die Leute hier wissen also definitiv, was sie tun – und sie sparen ganz sicher nicht am Alkohol!


Po-Boy, Jambalaya und rote Bohnen mit Reis im Joey K's Restaurant & Bar
Po-Boy, Jambalaya und rote Bohnen mit Reis im Joey K's Restaurant & Bar

Unser Rundgang durch den Garden District wurde von einem äusserst theatralischen Stadtführer namens Colin geleitet. Voller Leidenschaft führte er uns durch eines der ältesten Wohnviertel der USA. Er zeigte uns prächtige Villen aus dem 18. Jahrhundert und riesige, 170 Jahre alte Virginia-Eichen, die direkt aus den Bürgersteigen wachsen. All diese Bäume stehen unter strengem Denkmalschutz, was bedeutet, dass alles andere ihnen weichen muss. Infolgedessen sind die Gehwege vollständig von ausladenden Wurzeln bedeckt und wunderschön uneben.


Das Garden District mit seinen 170 Jahre alten Virginia-Eichen
Das Garden District mit seinen 170 Jahre alten Virginia-Eichen

Tag 2 - Das French Quarter

Unseren zweiten Tag widmeten wir ganz dem berühmten French Quarter. Zwischen einem Stadtrundgang am Tag und einer Bar-Tour am Abend haben wir das volle Programm erlebt.


Das French Quarter erstreckt sich über einen Radius von 6 x 13 Häuserblöcken. Es wurde ursprünglich im 18. Jahrhundert von französischen Einwanderern vollständig aus Holz erbaut und zeichnete sich durch typische hohe französische Fenster aus. Leider wurde es später durch einen Grossbrand zerstört und während der spanischen Kolonialzeit aus Ziegelsteinen wieder aufgebaut. Dieser Einfluss der spanischen Architektur trägt massgeblich dazu bei, dass es auch 250 Jahre später noch so charmant ist.


Eine Strassenkünstlerin bei einem Auftritt im French Quarter
Eine Strassenkünstlerin bei einem Auftritt im French Quarter

Wir mussten natürlich unbedingt die berüchtigte Bourbon Street entlanglaufen, die sich abends in eine lebhafte Fussgängerzone verwandelt. Ganz ehrlich? Die Strasse – auf der 365 Tage im Jahr gefeiert wird – hat uns nicht ganz so sehr beeindruckt, wie wir gehofft hatten. Die Getränke sind teuer, die Menschenmassen können ziemlich wild werden, und die laute Musikmischung ist nicht immer gerade eine Wohltat für die Ohren. Doch bei der riesigen Auswahl findet man dennoch eine gemütliche Bar, in der beruhigender Louisiana-R&B oder entspannender Blues gespielt wird. Das absolute Highlight unseres Abends war jedoch ein Strassenkünstler, der vor dem Publikum sein ganzes Herz in seine Musik legte.


Ein Wandgemälde im French Quarter
Ein Wandgemälde im French Quarter

Tag 3 - Natchez Steamboat und All That Jazz

Für unseren dritten und letzten Tag in NOLA hatten wir uns ein wirklich aufregendes Erlebnis aufgehoben. Sobald wir an Bord des Dampfschiffs „Natchez“ gingen und die Jazzband zu spielen begann, fühlten wir uns augenblicklich in die 1920er Jahre zurückversetzt.


Dieser traditionelle Dampfer wurde nach dem Vorbild der ursprünglichen „New Orleans“ aus dem Jahr 1812 gebaut und 1975 offiziell in Dienst gestellt. Während das Schiff selbst seinen 50. Geburtstag feiert, ist die Dampfmaschine, die es antreibt, tatsächlich über 100 Jahre alt! Während der Fahrt kann man den Maschinenraum besuchen, um zu beobachten, wie die antike Dampfmaschine das riesige Schaufelrad antreibt. Das Schiff verfügt ausserdem über einen Souvenirladen, mehrere Bars, in denen klassische NOLA-Cocktails serviert werden, sowie einen Speisesaal für diejenigen, die ein Ticket für Mittagessen, Abendessen oder den Sonntagsbrunch gebucht haben. Mitten auf unserer Mississippi-Flusskreuzfahrt zog ein Gewitter auf, sodass wir uns nur zu gerne in der „Captain’s Salon“-Bar niederliessen, um noch ein paar Cocktails zu probieren.


Das Dampfschiff „Natchez“
Das Dampfschiff „Natchez“

Unseren Besuch in New Orleans liessen wir auf bezaubernde Weise ausklingen. Mit unserem bewährten HoHo-Bus und einer weiteren begeisterten, jungen lokalen Reiseleiterin fuhren wir zu unserem Lieblingsort in der Stadt zurück: dem Garden District. Wir genossen ein ausgezeichnetes, gesundes Mittagessen in einem karibischen Restaurant namens The Rum House (das Essen ist fantastisch!) und besorgten unsere letzten Souvenirs in einem niedlichen Kunsthandwerksladen namens Fleurty Girl.


Wir werden uns noch sehr lange an diese pulsierende Stadt erinnern!


Im Regen durch die Strassen von New Orleans
Im Regen durch die Strassen von New Orleans
TAKTIKEN VON UNTERWEGS ➡️Den Stadt-Stress vermeiden: Es gibt keinen Grund, sich mit dem Wohnwagen in den stressigen Stadtverkehr zu stürzen. Wir haben direkt vor den Toren der Stadt die perfekte Lösung gefunden: den KOA New Orleans. Dort bekommt man die bewährten Standards der KOA-Kette, Full Hookups, tolle Annehmlichkeiten und unglaublich freundliches Personal, das einem gerne mit Infos zur Stadt weiterhilft und sogar Touren bucht. ➡️ Den Truck stehen lassen: Parken in der Stadt kann kompliziert und teuer werden. Wir haben den praktischen Shuttle-Service des KOA genutzt. Die Gäste werden jeden Morgen in die Stadt gebracht und am Nachmittag wieder abgeholt (wer abends etwas länger auf der Bourbon Street feiern möchte, nimmt für den Rückweg einfach ein Uber!). ➡️ Den 3-Tages-HoHo-Pass holen: Der Hop-On Hop-Off Bus ist definitiv der beste Weg, um sich zu orientieren, viel Geschichte zu lernen und ganz entspannt zwischen den einzelnen Vierteln zu reisen. ➡️ Mit dem Natchez Steamboat fahren: Eine Schifffahrt auf dem Mississippi mit Live-Jazzmusik ist ein absolutes Muss. Man kann reine Sightseeing-Touren buchen oder das Ganze mit einem Essen kombinieren. ➡️ Essen im Garden District: Wenn es ums Essen geht, empfehlen wir definitiv den Garden District anstelle des French Quarter. Die Auswahl und Qualität sind meistens deutlich besser und die Preise spürbar niedriger.

Kommentare


Liza and Alex of LAtravelFoxes, standing on a rocky shoreline with their arms outstretched, wearing winter jackets and beanies, with a sunlit body of water and mountains behind them.

Hallo, wir sind die Foxes, auch bekannt als Liza & Alex oder L&A! Wir sind zwei Schweizer, die Nordamerika mit dem Truck Salem und Wohnwagen Minnie bereisen. Bleibt dran für echte Reisegeschichten und bewährte Tipps fürs RV Leben in Nordamerika als Ausländer

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