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Entscheidung für die Reise unseres Lebens

2. Juni
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. Sept.

2. 3. Juni, 2025

📍Ort: Zürich ZH, Schweiz


Flughafen Zürich Kloten
Flughafen Zürich Kloten

Was motiviert uns zum Reisen? Die Aufregung, neue Orte zu entdecken, neue Kulturen kennenzulernen und neue Menschen zu treffen... Der Tapetenwechsel. Der neue Energieschub. Nehmt all das und multipliziert es mit n. So sehr brauchten wir diese grosse Reise unseres Lebens: einfach unsere Koffer packen, in ein anderes Land aufbrechen und dort eintauchen. Und nicht vorhaben, in absehbarer Zukunft zurückzukehren.

Hier ein paar Zahlen:

➡️ Wir sind beide in der zweiten Hälfte unserer 30er, haben noch keine Kinder

➡️ Wir sind seit 13 Jahren zusammen

➡️ Wir sind seit 10 Jahren verheiratet

➡️ Wir haben die berühmte Ehekrise von 7 Jahren überwunden

➡️ Wir haben beide 5 bzw. 6 Jahre lang für denselben Arbeitgeber gearbeitet

Also war für uns der Moment gekommen: Lasst uns etwas ändern, lasst uns etwas Grosses tun. Nach mehreren Ideen und mindestens einem Jahr des Nachdenkens über verschiedene Dinge haben wir uns dazu entschlossen: Wir haben unsere Jobs gekündigt, die notwendigen Recherchen durchgeführt, unsere 3 Koffer gepackt und sind nach Miami geflogen, mit dem Ziel, einen Truck und einen Wohnwagen zu kaufen und damit ganz Nordamerika zu erkunden.

Freunde und Familie zu Hause nennen uns mutig, neue Bekannte hier in den USA sind meist erstaunt, woher die Finanzierung kommt. Aber jeder versteht den tieferen Sinn hinter unserer Idee: Warum bis zur Rente warten, wenn man nie wess, in welchem Gesundheitszustand man dann sein wird, ob man dann noch diese Reiselust hat und ob man überhaupt noch leben wird, um seinen Lebensabend zu geniessen. In dieser Welt passieren so viele Dinge (gute und schlechte), dass wir beschlossen haben, unsere Ersparnisse jetzt für das auszugeben, was wir am meisten lieben: Reisen, neue Orte entdecken, neue Menschen kennenlernen, jeden Tag auf unserer abenteuerreichen Reise aufs Neue staunen.


Es kann losgehen!
Es kann losgehen!

Am 2. Juni 2025 konnten wir endlich unsere drei gepackten Koffer schnappen und die Schweiz verlassen. Zürich war jedoch offensichtlich noch nicht bereit, uns zu verabschieden...

Alles begann völlig problemlos: Gepäck aufgegeben, Sicherheitskontrolle passiert und diese vertraute Vorfreude vor dem Flug. Wir stiegen ein, und dann änderte sich die Stimmung. Wir warteten eine zusätzliche Stunde, während alle Passagiere kontrolliert wurden und das Flugzeug endlich abheben konnte. Dann machte sich eine seltsame, beissende Kälte in der Kabine breit – die Art von Kälte, die sich wie eine Warnung anfühlt.


Unser Flugzeug kehrte über dem Atlantik um
Unser Flugzeug kehrte über dem Atlantik um

Zwei Stunden später, als wir bereits über den Atlantik flogen, durchbrach die Stimme des Kapitäns das Summen der Triebwerke. Die Neuigkeit? Irgendein Triebwerksproblem. Der Haken? Laut dem Kapitän hätten wir es zwar noch bis Miami geschafft, aber dort gäbe es kein Servicecenter für unser Flugzeug. Also flogen wir zurück nach Zürich.

Und einfach so befanden wir uns auf dem längsten U-Turn der Welt. Zum ersten Mal überhaupt flogen wir eine internationale Route von Zürich nach Zürich und kehrten genau dorthin zurück, wo wir angefangen hatten.


Zurück am Flughafen Zürich
Zurück am Flughafen Zürich

Die darauffolgende Logistik war eine echte Geduldsprobe. Die Fluggesellschaft versuchte, uns auf eine Verbindung mit mehreren Zwischenstopps durch Deutschland umzubuchen, aber wir wussten es besser, als uns mit einem anstrengenden Umweg zufriedenzugeben. Wir blieben hartnäckig, sassen die Warteschlangen aus und bekamen genau das, was wir wollten: einen Direktflug am nächsten Nachmittag. Eine unerwartete Hotelübernachtung später war Versuch Nummer 2 ein voller Erfolg. Hallo USA, Prost Miami!


Kommentare


Liza and Alex of LAtravelFoxes, standing on a rocky shoreline with their arms outstretched, wearing winter jackets and beanies, with a sunlit body of water and mountains behind them.

Hallo, wir sind die Foxes, auch bekannt als Liza & Alex oder L&A! Wir sind zwei Schweizer, die Nordamerika mit dem Truck Salem und Wohnwagen Minnie bereisen. Bleibt dran für echte Reisegeschichten und bewährte Tipps fürs RV Leben in Nordamerika als Ausländer

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